Katharina Lenske

30. Dezember 2021
Katharina Lenske

Mein Name ist Katharina Lenske, bin 1943 in Olpe im Sauerland geboren wo ich auch jetzt noch mit meinem Mann in unserem Eigenheim lebe. Wir sind über 50 Jahre verheiratet haben 2 Töchter wobei die ältere mit 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall gestorben ist.

Ich bin ausgebildete Einzelhandels Textil Fachverkäuferin und bis weit über mein Renteneintrittsalter hinaus in einem Damenmode Fachgeschäft in verantwortungsvoller Position tätig gewesen.

In meiner Freizeit war die Familie und Freunde Mittelpunkt mit. Ausgedehnte Wanderungen im Sauerland waren bei jedem Wetter so wie jedes Jahr im Herbst in den Alpen normal. Fast kein Berg war zu Hoch für uns.



Im März 2013 bekam ich sehr hohen Blutdruck und die Sprache war undeutlich! Unsere Tochter (examinierte Kranken- und OP-Schwester) hat sofort eine Untersuchung in unserem Krankenhaus organisiert.


Verdacht auf Schlaganfall !


Hat sich nicht bestätigt! Im Mai 2013 Ursachensuche in einer Siegener Klinik.


Verdacht auf ALS !


Unsere heile Welt brach schlagartig zusammen.
Zweite Meinung 2014 in Tübingen eingeholt. Arzt wechselte nach Bochum und ich folgte ihm in die Bergmannsheil – Klinik. Nehme seither regelmäßig an der ALS-Sprechstunde mit Untersuchungen teil. Ich nehme auch an unterschiedlichen Studien zur Untersuchung von Früherkennungs-Symptomen teil.
Weitere Krankenhaus- Aufenthalte folgten. Ergebnis: nur ein Motoneuron geschädigt, die volle ALS – Krankheit wird zeitlich verzögert auftreten.


Das ist kein Trost, sind harte Tatsachen !


Seit ca. 4 Jahren kann ich mich nur noch im Rollstuhl bewegen. Das Gleichgewicht ist weg, die Sprache ist weg, Spastik beginnt in den Beinen und Händen, Schlucken wird schwerer. Eine heile Welt ist zerbrochen, Moralisch am Ende! Mein Mann versucht mich aufzurichten, oft auch mit Erfolg.


Das schlimmste ist der Verlust der Sprache, ich kann mich nur mittels Sprachcomputer äußern, in jeder Situation !!

So wird das Leben zur Qual !!



In der letzten Reha, um die man immer kämpfen muss mit der Krankenkasse, habe ich Katja Niehus kennen gelernt.

So lernte ich auch ALS-mobil kennen. Endlich ein Verein mit Menschen die das gleiche Schicksal ertragen müssen, wo man Hilfe und Rat bekommen kann wenn man nicht mehr weiter weiß. Erfahrungen bekommen und eigene weiter geben ist sehr wichtig wenn man so Hilflos ist.


Liebe Grüße Katharina Lenske